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Bericht zum Klosterwochenende

Von Freitag 27.9. bis Sonntag 29.9. fand im Kloster Schwarzenberg ein Wochenende für schwerhörige Menschen und CI-Träger statt. Die 12 Teilnehmer*innen kamen aus Bamberg, Erlangen und Nürnberg. Das Thema war „Mein Wert als (schwerhöriger) Mensch vor Gott und den Menschen“. Die Leitung hatten Albin Zeck und Johannes Kröner.

Am Freitag beschäftigten wir und mit der Frage: Wo erlebe ich Wertschätzung oder Abwertung, fühle ich mich wertvoll oder sogar minderwertig? Bereits am Freitag war unser Referent Daniel Schuster bei uns. Am Samstag Vormittag führte er uns als junger von einer Hörschädigung betroffener Mensch durch sein Leben: die Entdeckung der Schwerhörigkeit, die CI-OP, die Förderung, die Unterstützung durch die Eltern, die positiven Schulerfahrungen an der Paul-Ritter-Schule in Nürnberg, die Berufsausbildung und die auch schwierige Zeit besonders an der Regelberufsschule, das Studium als CI-Träger, die Hobbies und die momentanen Lebens- und Berufsperspektiven.
Daniel war mit seinen 22 Jahren der mit Abstand Jüngste im Kreis. Bei den Teilnehmern kamen viele Erinnerungen und Fragen durch seine Präsentation hoch und es kam zu einer intensiven Diskussion. Daniel machte allen Mut, nicht in der Opferrolle zu bleiben, sich Hilfe zu holen und für die eigenen Bedürfnisse einzutreten.

Am Nachmittag beschäftigten wir uns mit dem Gleichnis vom Sämann. Gott ist verschwenderisch, sein Samen geht überall hin. Wir nehmen den Samen verschieden auf, nicht immer klappt es mit dem Wachsen, aber dann kann es gute Frucht bringen, das Leben gelingt mit Gottes Hilfe. Wir gestalteten dazu ein Bodenbild und tauschten uns in Kleingruppen aus.

Am Abend gab es eine Verkleidungsshow zum Thema aus der Bibel: Du kleidest mich in Gewänder des Heils. Es hat viel Spaß gemacht.

Am Sonntag bereiteten wir einen Wortgottesdienst vor und feierten diesen in der Kapelle. Jeder und Jede hat sich an diesem Gottesdienst aktiv beteiligt.

Es war ein durchwegs gelungenes Wochenende mit vielen guten Impulsen und Erfahrungen.

Bericht vom inklusiven Gottesdienst in St. Walburga Sept. 2019

„Für Gott bin ich wichtig“ –

Herr Pfarrer Alfred Grimm, Diözesanverantwortlicher in der Pastoral für Menschen mit Behinderung, feierte mit der Ortsgemeinde, der Jakobusgemeinde und den Wohngruppen von Regens-Wagner am 15. September 2019 in der Gemeinde St. Walburga in Nürnberg-Eibach einen inklusiven Gottesdienst. Gläubige mit und ohne Hörbehinderung gestalteten gemeinsam einen lebendigen Gottesdienst.

Menschen mit Hörschädigung und weiterer Behinderung, die bei Regens Wagner Zell in Nürnberg leben und begleitet werden, setzten in einem kurzen Anspiel das Gleichnis vom verlorenen Schaf anschaulich szenisch um. „Jeder Einzelne ist für Gott wichtig.“ – Geht ein Teilnehmer bei einem gemeinsamen Ausflug verloren, so macht sich die begleitende Mitarbeiterin auf die Suche nach ihm und traut der zurückgelassenen Gruppe zu, dass sie sich gegenseitig unterstützen bis der verlorene wieder gefunden ist.

Pastoralreferent der Katholische Hörgeschädigtenseelsorge in der Erzdiözese Bamberg in der Region Mittelfranken, Johannes Kröner, dolmetschte das Gesprochene. Zusammen mit Frau Irene Keil, Gemeindereferentin in St. Walburga hatte er den Ablauf des Gottesdienstes im Vorfeld geplant. So brachten Menschen mit und ohne Hörschädigung ihre Fürbitten in Laut- und Gebärdensprache vor, die Gottesdienst-Kids sangen u. a. das Gabenlied und die Gemeinde sprach das „Vater unser“ in Laut- und Gebärdensprache.
Ludwig Lorz gebärdete das Evangelium und Klaus Thurner das Evangelium.
Das Sponti-Orchester sorgte für die stimmungsvolle musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes.