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Inklusiver Gottesdienst in Lauf

Am Sonntag 16.7. fand in der kath. Kirche St. Otto ein interessanter Gottesdienst statt. Träger verschiedener Organisationen der Behindertenhilfe und die beiden Kirchen hatten diesen Gottesdienst vorbereitet. Die Band der Lebenshilfe war auch dabei. Thema des Gottesdienstes war das Wachsen des Senfkornes und des eigenen Lebens. Dabei kann man klein anfangen und so wachsen und sein, wie man ist.

Diese Mal waren auch einige Gehörlose aus Lauf, Nürnberg und Umgebung dabei. Es wurde gedolmetscht und beim nächsten Mal können die Gehörlosen vielleicht noch aktiver am Gottesdienst teilnehmen.

Artikel über GIMWA

Frau Petersen von der Redaktion der kath. Stadtkirche Nürnberg war zu Besuch
und hat einen Artikel für die Homepage der Stadtkirche geschrieben:

„Gemeinsam isst man weniger allein“

Offene Treffs im Gehörlosenkulturzentrum Nürnberg – Mitveranstalter ist die Katholische Hörgeschädigtenseelsorge 

Austausch und Unterhaltung, ein warmes Abendessen und Getränke sowie ein Informationsblock: das sind die „Zutaten“ von „Gemeinsam isst man weniger allein“, abgekürzt: GIMWA. Einmal im Monat findet der offene Treff für Menschen mit Hörschädigung im Gehörlosenkulturzentrum Nürnberg statt. 

Vor sechs Jahren ins Leben gerufen, findet das Projekt des Sozialdienstes für Gehörlose des Bezirks Mittelfranken und der Katholischen Hörgeschädigtenseelsorge viel Zuspruch. Vor allem bei Menschen, deren soziale und materielle Situation schwierig ist, die allein stehend sind. 20 bis 30 Frauen und Männer – gehörlos, schwerhörig oder CI-implantiert –  kommen im Durchschnitt zu den monatlichen Treffen.

 

Gute Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst
„Wir wollten Menschen erreichen, die in den bestehenden Gruppen der Gehörlosen- und Hörgeschädigten-Community bisher nicht so ihren Platz fanden“, erklärt Pastoralreferent Johannes Kröner von der Hörgeschädigtenseelsorge im Erzbistum Bamberg. Der Theologe hatte vor Jahren die Projektidee, den Sozialdienst gewann er als Kooperationspartner, „denn allein kann man es nicht stemmen“.

Ein hauptamtliches Team sorgt dafür, dass die niedrigschwelligen Treffen zuverlässig stattfinden können. Neben Johannes Kröner beteiligen sich seitens des Sozialdienstes die Sozialpädagoginnen Melanie Schwalbe, Sarah Dallscheid und Andrea Orschel im Wechsel. Auf Honorarbasis sorgt eine Küchenkraft für eine schmackhafte Mahlzeit. Die Räume werden von der Regens-Wagner-Stiftung angemietet. Einen symbolischen Beitrag von je einem Euro zahlen die Besucher des Treffs für das Essen und das alkoholfreie Getränk.

Die Themen für den Info-Teil sind weitgefächert, aber eher sozialer Natur: Ernährungsberatung, Sicherheit im Netz,  Angebote des Gehörlosensportclubs… In der Regel werden Fachleute eingeladen; doch manchmal muss, wie Ende Juni, Johannes Kröner selbst einspringen. Ab und zu gibt es auch religiöse Angebote, beispielsweise zu Allerheiligen, oder eine Andacht, wenn jemand verstorben ist. 

2016 förderte die Stiftung Stadtblick der Katholischen Stadtkirche Nürnberg GIMWA mit einem Zuschuss. Da ein großer Discounter als Lebensmittel-Sponsor ausgestiegen ist, sucht die Hörgeschädigtenseelsorge für das Projekt weitere Unterstützer.  

 

Hintergrund Katholische Hörgeschädigtenseelsorge
Im Erzbistum Bamberg verantwortet ein Team die Hörgeschädigtenseelsorge: Pater Gerhard Förtsch und die Pastoralreferenten Albin Zeck (für Oberfranken, zugleich Diözesanverantwortlicher für die Behindertenseelsorge) und Johannes Kröner, der  Ansprechpartner in Mittelfranken ist. 

Die Katholische Hörgeschädigtenseelsorge arbeitet in Nürnberg und im Einzugsgebiet des Südteils der Erzdiözese eng mit der evangelischen  Gehörlosenseelsorge und der evangelischen Schwerhörigenseelsorge, dem Sozialdienst Mittelfranken, der Regens-Wagner-Stiftung , den Gehörlosenvereinen, den Selbsthilfe-und Initiativgruppen und vermehrt im Sinne der Inklusion mit den Pfarrgemeinden zusammen. Mindestens einmal im Monat finden im Gehörlosenzentrum in Nürnberg-Eibach, Pommernstr. 1 Gottesdienste in Gebärdensprache statt. 

Die Katholische Gehörlosengemeinde St. Jakobus ist eine Personalgemeinde, in den Ortskirchen macht sie Lobbyarbeit für Hörgeschädigte oder Gehörlose. Noch viel Engagement sei nötig, um eine Verbindung zu schaffen zwischen  gebärdensprachlicher Kultur und dem christlichen Glauben, meint Johannes Kröner. Seit 1991 ist der Pastoralreferent in der Hörgeschädigtenseelsorge tätig.

 

Info: GIMWA („Gemeinsam isst man weniger allein“), einmal im Monat, montags von 17 bis 19 Uhr in der Pommernstr. 1 in Nürnberg. Nächster Termin vor der Sommerpause: 17. Juli 2017. Die Treffen gehen weiter am 17.Juli mit einem Sommerfest.       

Kontakt: Katholische Gehörlosengemeinde St. Jakobus Nürnberg, Pommernstr. 1, 90451 Nürnberg, Tel. und Fax: 0911/646955; Ansprechpartner: Johannes Kröner. Internet: www.kgg-nuernberg.de

Ingrid Petersen